Seelsorgeeinheit Mannheim Ost
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Wallstadt

Wie die reichen Bestände der archäologischen Sammlungen des Reiss-Museums in Mannheim mit ihren zahlreichen auf der Gemarkung Wallstadt und im nahegelegenen, zu unserer Pfarrei gehörenden, Straßenheim gemachten Funden schon aus vor- und frühgeschichtlicher, erst recht dann aus keltischer und römischer Zeit zeigen, befinden wir uns hier auf uraltem Siedlungsgebiet.

Wallstadt verdankt - wie viele andere Orte im südwestdeutschen Raum - seine früheste urkundliche Erwähnung dem "Lorscher Codex", in dem für den 8. März 766 unter König Pippin dem Jüngeren (714-768) die Übereignung von Grundbesitz durch einen Wanilon, Sohn eines Guntzon im "Walahastath", festgehalten ist. Ungeklärt ist, ob der Name auf eine germanische Bezeichnung der Kelten (evtl. auch der dann romanisierten Bevölkerung; Romanen= Walha-) oder auf eine Einzelperson, etwa einen Sippenführer "Walaho", zurückzuführen ist. Jedenfalls sicherte die Lage des Ortes an der wichtigen Römerstraße Ladenburg-Worms und im Schnittpunkt der Verbindung Feudenheim-Viernheim weit über die Römerzeit hinaus seine Bedeutung.

Wallstadt war stets eine Gemeinde der Landwirte und Handwerker (Maurer) und blieb selbst von der für die Entwicklung Mannheims so entscheidenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert fast unberührt.

Als einer der letzten Außenorte wurde Wallstadt 1929 nach Mannheim eingemeindet. Es gehört heute mit seinen rund 6000 Einwohnern eher zu den kleineren Stadtteilen und seine röm.-katholische Christ-Königs-Pfarrei mit rund 2.400 Mitgliedern im Kirchenbezirk Süd-Ost wie im Stadtkapitel Mannheim zu den kleineren Pfarrgemeinden.