Seelsorgeeinheit Mannheim Ost
Seelsorgeeinheit Mannheim OstSt. Peter und Paul Mannheim FeudenheimSt. Peter IlvesheimChrist Koenig Mannheim Wallstadt

Pfarrei Christ-König

Die wechselvolle Geschichte der Pfarrei beginnt mit der Erwähnung (8. Jh.) einer dem hl Sulpizius (†647) geweihten Kirche, an deren Stelle später eine neue Kirche, verbunden mit einem Patroziniumswechsel nun zu Ehren des hl. Petrus errichtet wurde. Das Patronsrecht über die Pfarrei lag beim Wormser Domkapitel, das es 1386 dem jeweiligen Pfründeninhaber des Heiligkreuzaltares der St. Gallus Pfarrkirche in Ladenburg übertrug. Bis zur Errichtung einer eigenen Pfarrei auf dem Straßenheimer Hof (1409) war die Gemeinde dort eine Filiale derselben Galluskirche in Ladenburg. Im Wormser Synodale von 1496 wird Wallstadt namentlich unter den Pfarreien des Landkapitels Weinheim aufgeführt, das 1482 erstmals erwähnt wird und zur Diözese Worms gehörte.

Im Jahrhundert der Reformation fiel die katholische Petruskirche schließlich an die Reformierten und ist, nach Wiederaufbau und Erweiterung in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, bis heute die Pfarrkirche der evangelischen (unierten) Kirchengemeinde geblieben. Im Dreißigjährigen Krieg und erneut 1689 wurden Dorf und Kirche zerstört. Die vertrieben oder geflüchtete Bevölkerung kehrte nur langsam zurück. Die nicht gerade zahlreichen Katholiken konnten erst 1767 - und dann auch nur dank einer namhaften privaten Stiftung - wieder eine eigene Gottesdienststätte errichten, die dem hl. König von Northumbrien Oswald (642) geweihte Kapelle. Sie wurde zu Beginn unseres Jahrhunderts nach Fertigstellung eines imposanten Neubaus im Jugendstil in nächster Nähe leider abgerissen. Am 5. September 1943 wurde diese Kirche bei einem Luftangriff weitgehend zerstört, aber schon bald nach Kriegsende, wenn auch in veränderter Gestalt, durch Regierungsbaumeister Dr. Ing. Alfred Schmitt (Stuttgart) wieder aufgebaut und kurz vor Weihnachten 1950 durch den damaligen Stadtdekan Otto Schmidt ihrer Bestimmung übergeben. Die Altarkonsekration erfolgte am 1. Juli 1954 durch Weihbischof Dr. Eugen Seiterich. Zuvor hatte Erzbischof Dr. Wendelin Rauch das bisherige Patrozinium zum Heiligsten Herzen Jesu mit Rücksicht auf die gleichnamige Pfarrkirche in der Neckarstadt durch den Haupttitel "Christ-König" (2. Patron: Hl. Oswald, 3. Patron: Sel. Bernhard von Baden) ersetzt.

Nachdem die Katholiken mit der Reformation (1556) ihre Pfarrkirche verloren hatten, und die Bevölkerung schrumpfte, genügte für die wenigen katholischen Bürger eine Aushilfe aus der Nachbargemeinde Feudenheim. Bis 1904 war Wallstadt Filiale von St. Peter und Paul, dann wurde sie zur Pfarrkuratie (4.8.1904), schließlich durch Erzbischof Seiterich zur Pfarrei (1.7.1955) erhoben; ihr letzter Kurat Kunz am 30. Oktober 1955 zum ersten katholischen Pfarrer seit der Reformation ernannt.

Zur Pfarrei gehören heute das "Haus der Begegnung" mit Pfarrbücherei und Räumen für die Kinder und Jugendarbeit, ein 1994 renovierter Kindergarten für 3 Gruppen, ein Pfarrzentrum mit großer Halle (weitgehend als DJK-Sportstätte genutzt), Chorprobenraum, Seminarraum und Kegelbahn mit gastronomischem Betrieb ("Keglerklause").